Mathematik als Abenteuer

Mathematik als Abenteuer zeigt konkret einen handlungs- und erlebnsorientierten Unterricht, der auf einem konstruktivistischen Lernverständnis beruht.

Was ist das Besondere an Mathematik als Abenteuer?

Gehirngerechtes Lernen - 4D-Learning
Mithilfe des gestaltpsychologischen Gesetzes der Gleichzeitigkeit und drei Dimensionen der Wissenvermittlung (handelnd (einaktiv), bildhaft (ikonisch) und sprachlich (symbolisch) wird ein vierdimensionales Lernen möglich, ein sog. "4D-Learning".

Rollenwechsel
Dem Lehrer wird eine neue Rolle zuteil: Er ist nicht mehr der Beschulende, vielmehr schafft er Strukturen bzw. Erlebnisräume, in denen sich die Schüler gegenseitig selbst unterrichten. Der erste Blick ist dabei stets auf den Schüler gerichtet.

Es geht um Schüler, nicht um den Stoff
Anstelle eines Lerndiktates tritt ein selbstbestimmtes Lernen. Anstelle des Schulbuches treten echte Probleme bzw. Aufgaben. Im Zentrum des Geschehnes steht an erster Stelle der Schüler und keine Schulbücher oder Bildungspläne. Es reicht nicht, dass ein Kind etwas lernt, weil es im Schulbuch steht. Der Unterrichtsgegenstand muss etwas mit ihm zu tun haben und nicht lediglich in einer Schulbuchwirklichkeit existieren. "Das hat etwas mit mir zu tun!"

Was sind die Folgen von Mathematik als Abenteuer?

Unterrichten mit Freude - weniger Vorbereitungszeit
Wenn die Schüler selbst mitgestalten dürfen, wenn sie Verantwortung im Unterricht mittragen, ist das Lernen für sie einerseits interessanter, da sie nun selbst- und nicht mehr fremdbestimmt agieren. Andererseits entlastet es Sie als Lehrer. Eine erlebnisorientierte Unterrichtsstunde ist wenig zeitaufwändig in der Vorbereitung: Statt ein Arbeitsblatt zu erstellen, wird das Schulhaus oder das Kinderzimmer nachgebaut bzw. vermessen.

Disziplin als Nebenprodukt
Wer Unterricht als Persönlichkeitsentwicklung versteht, wer Menschen wachsen lassen möchte, der wird auf wenig Widerstand stoßen. Der Junge Geist will es sowohl richtig als auch schön machen. Aber wer hingegen lediglich Stoff eintrichtern möchte, braucht sich über die gesunde Reaktion einer Gegenwehr nicht wundern.

Nachhaltigkeit und Effektivität
"Das brauche ich nicht zu lernen, das habe ich erlebt!" Erleben wird zur Grundlage des Unterrichtens. Wer einen realen Baum vermessen hat, erinnert sich. Es bleibt viel mehr im Kopf als der Umgang mit einem Schulbuchbaum auf S. 74, Aufgabe 3a.
Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte. Eine Handlung besteht aus vielen, vielen Bildern. Das ist ein Grund warum Handlungsorientierung in der Vermittlung so überlegen zeigt.

Stärkenorientiertes und lustvolles Lernen
Wer seine Aufmerksamkeit auf Fehler richtet, wird weder motiviert noch wird er schnell Fortschritte erzielen. Wer daran gewöhnt ist, auf die Stärken seiner Schüler zu achten, wundert sich vielleicht darüber, dass man Fehler anstreicht, sie hervorhebt und größer erscheinen lässt. Motivation entsteht durch Stärkenorientierung und nicht im Vorhalten von Fehlern.